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Zur Smartphonenutzung bei Jugendlichen, insbesondere im Hinblick auf kritische Apsekte und Risiken

  • Die vorliegende Bachelorarbeit gibt einen Überblick über die Auswirkungen der mobilen Dauervernetzung von Jugendlichen. Dazu werden zentrale Begrifflichkeiten definiert, um das Smartphone in seinem Habitus und die Veränderungen der Mediatisierungsprozesse zu erfassen. Die Untersuchungen schaffen einen Zusammenhang zwischen den Bedürfnissen und Herausforderungen von Heranwachsenden und deren Entwicklungsaufgaben, die sie in einer „Mediengesellschaft“ zu bewältigen haben. Diesbezüglich wird die Bedeutung der Jugend als hochdynamische und vulnerable Lebensphase herausgestellt. Die sich daraus ergebenden Nutzungsmotive und Handlungsmuster werden anhand von unterschiedlichen Studien zur Smartphonenutzung bei Jugendlichen herausgearbeitet und verglichen. Die Arbeit analysiert die Risiken, die sich aus der Smartphonenutzung ergeben, und sammelt die kritischen Aspekte, die in der Forschungsliteratur häufig Erwähnung finden. Aufgrund der vorliegenden Relevanz liegt der Schwerpunkt der Arbeit dabei in der Betrachtung des hohen Stellenwertes des Smartphones im Alltagsleben der Jugendlichen und den damit verbundenen stetigen Unterbrechungen und Ablenkungen. Diese Phänomene werden in Bezug zu dem Einfluss der Peergroup, den sozialen Netzwerken und der Identitätsentwicklung Jugendlicher gestellt. In den Schlussfolgerungen wird auf Basis der verwendeten Forschungsliteratur ein interdisziplinärer Erkenntnisgewinn aufgezeigt und der Stand der Forschung wiedergeben. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine begrenzte Kapazität der Aufmerksamkeit zur Informationsverarbeitung bei Jugendlichen vorliegt. Phasen, in denen das Gehirn wenigen Reizen ausgesetzt wird, fehlen. Negativ und potenzierend wirkt sich dabei eine verbreitete Verpassensangst und ein Anpassungszwang aus. Die Sozialisationsinstanzen, welche wichtige Funktionen in der Mediensozialisation erfüllen sollten, werden ihrer Rolle im Hinblick auf die Vermittlung eines funktionalen Smartphoneumgangs nicht gerecht. Eine Aufarbeitung und Erfassung der Smartphone-Medienwelten ist aus medienpädagogischer Hinsicht erforderlich. Interdisziplinäre Forschungsansätze aus den Bereichen Webwissenschaft, Informatik, Neurowissenschaft und Pädagogik werden vorgeschlagen, um Wirkungsmechanismen zu durchschauen und zu belegen. Im Ausblick wird eine Perspektive auf technische Entwicklungen gegeben. Zukünftig werden Mediatisierungprozesse dafür sorgen, dass medienfreie Zonen immer seltener werden. Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen für die Sozialisationsinstanzen werden anhand von Beispielen vorgeschlagen. Es braucht einerseits Technologien, die Nutzer in der Erlangung der Selbstkontrolle über ihr Smartphone unterstützen, und anderseits eine medienkompetente Erziehung, die Heranwachsende dabei unterstützt, die Initiative für einen funktionalen Umgang mit dem Smartphone zu ergreifen und sich über den Wert der Aufmerksamkeit klarzuwerden.
  • This bachelor thesis gives an overview of the impact of the continuos mobile networking between adolescents. Therefore important terminology was defined to reveal the smartphone in its habitus and changes of mediation processes. The investigations make a connection between the needs and challenges of adolescents and their developmental duties in a „media society“ which they have to conquer. In this respect the meaning of the youth as a highly dynamic and highly vulnerable life phase is investigated in detail. The resulting usage motifs and patterns of action are evaluated in the light of several studies and are compared under each other. This thesis analyzes the risks that emerge from smartphone usage and collects critical aspects commonly found in the literature. The focus of the thesis is based on the significance of smartphones in everyday life of adolescents and the resulting distractions and disturbances of attention. These phenomenons are correlated to the influence of peer groups, social networks and identity development of adolescents. The conclusions demonstrate a interdiciplinary insight into the state of research on the basis of the literature in use. It can be assumed that a narrowed attention capacity for information processing is due to the usage of smartphones in adolescents. Phases in which the brain is processing only a moderate amount of sensations are missing. Moreover the fear to miss something and adaptation pressure potentitiate this negative effect. Interdisciplinary research attempts from scientific fields of webscience, informatics, neuroscience and education are proposed to reveal mechanisms. A future perspective on technology developments and is given in the outlook part. Processes of mediatization will make sure that media free zones will be rare in the future. Problem solving approaches for socialization instances are suggested by examplifications. On the one hand technologies that support users in their media control in smartphones are needed. On the other hand there is a need for media education that supports adolescents to take over the initiative for a functional usage of smartphones and become aware of the value of attention at the same time.

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Statistics

frontdoor_oas
Metadaten
Author:Rebekka Martin
Document Type:Bachelor Thesis
Year of first Publication:2016
Date of final exam:2016/07/18
First Referee:Ingrid Scheffler
Second Referee:Petra Werner
Degree Program:Online-Redakteur
Language:German
Pagenumber:47
GND Keyword:Mediatisierung
Institutes:Institut für Informationswissenschaft der TH Köln
Access Rights:Zugriffsbeschränkt
Licence (German):License LogoCreative Commons - Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen